Büromöbel zum Gesundsitzen
Jeder Dritte nutzt das Auto für kurze Wege und kleine Besorgungen und entscheidet sich bei der Wahl zwischen Treppe und Fahrstuhl für die bequemere Variante. Besonders bewegungsarm zeigt sich die Sandwich-Generation, die zwischen Job, Kindern und womöglich noch hilfsbedürftigen Eltern aufgerieben wird. Für sie spielt Zeitökonomie eine große Rolle, weshalb sie sich vor allem zielorientiert bewegt – mit der Folge, dass auch der Nachwuchs allerbeste Voraussetzungen mitbringt, zur nächsten Generation von Wenigbewegern heranzuwachsen.
Arbeitgeber stärker gefordert
Auch der Wandel der Arbeitswelt hinterlässt tiefe Spuren. Knapp die Hälfte der Berufstätigen (44 Prozent) arbeitet im Sitzen – 2007 gaben lediglich 33 Prozent an, im Sitzen zu arbeiten. Wer heute am Schreibtisch seine Brötchen verdient, kommt inzwischen über den Tag auf 9,6 Stunden Sitzzeit. Etwa jeder vierte bewegt sich nach eigenen Aussagen bei der Arbeit mäßig viel. Nicht einmal jeder Zweite (45 Prozent) der Sitzarbeiter schafft es, sich zwischendurch regelmäßig zu bewegen. Dabei ist das Bedürfnis nach Bewegung durchaus vorhanden, denn selbstkritisch bedauern die Dauersitzer den Bewegungsmangel, weshalb sie sich auch einen bewegteren Joballtag wünschen. Unzufrieden zeigen sich besonders die Berufstätigen, die viel im Sitzen arbeiten. 68 Prozent würde sich gern mehr bewegen, weshalb es, so die TK, Ziel sein müsse, „auch in den Sitzjobs Bewegungsphasen oder zumindest kurze bewegte Pausen in den Arbeitsalltag zu integrieren.“ Aber genau daran scheint es zu hapern. Fast jeder zweite gibt an, dass der Job keine Bewegung zwischendurch zulasse. Insgesamt wünschen sich 90 Prozent der Berufstätigen Bewegungsangebote in ihrem Betrieb – fast jeder Dritte hat jedoch gar kein Angebot von seinem Arbeitgeber.
Ergonomischer Arbeitsplatz auf Platz 1
Die Berufstätigen in Deutschland würden sich nicht nur gerne mehr bewegen, sie haben auch konkrete Vorstellungen davon, wie ihr idealer Arbeitsplatz aussehen müsste. Auf der Wunschliste steht der ergonomische Arbeitsplatz ganz oben. 44 Prozent der Befragten hätten in ihrem Büro gern Stehpult, Gymnastikball oder Balancekissen, gefolgt von Gesundheitskursen, guten Fahrrad-Abstellmöglichkeiten, Duschen und Betriebssportangeboten, einem speziellen Raum für Bewegungspausen und organisierte bewegte Arbeitspausen. Besonders weit auseinander klaffen Wunsch und Wirklichkeit allerdings bei den ergonomischen Arbeitsplätzen auseinander, die laut Studie nur zu 13 Prozent vorliegen. Andererseits zeigt sich, dass die Nutzungszahlen noch einmal deutlich hinter dem Angebot zurück bleiben. Gleichwohl ist die Lebenswelt „Arbeit“ ein zentraler Ansatz, um mit Angeboten zur Gesundheitsförderung mehr Bewegung in den Arbeitsalltag zu bringen.
Quellen:
www.tk.de
www.deinruecken.de
www.initiative-office-excellence.de
www.middel-werksverkauf.de