Stromsparen in Sauerländer Haushalten
Statt Wasser auf dem Elektroherd zu ersitzen, sollte lieber der Wasserkocher angestellt werden, weil der weniger Abwärme freisetzt. Am besten Sie kochen nur so viel Wasser, wie Sie auch benötigen. Viele Wasserkocher schalten sich erst einige Sekunden nach dem Kochvorgang ab. Das ist überflüssig. Schalten Sie Ihren Wasserkocher am besten gleich nach dem Kochen ab.

In vielen Rezepten ist angegeben, dass der Backofen vorgewärmt werden soll. Das stimmt so aber nicht immer. Für Auflauf und Pizza ist das nicht nötig, verlängern Sie lieber die Backzeit. Backofen und Herdplatten (außer Induktionsplatten) können oft schon einige Minuten vor der Garzeit abgestellt werden, die Restwärme meist noch aus.
“Auf jedem Topf der richtige Deckel” - Diese alte Küchenweisheit hat noch immer ihre Berechtigung, denn durch die Verwendung eines Deckels, der genau auf den Topf passt – und der Topf genau auf die Herdplatte – kann der Energieverbrauch um rund die Hälfte gesenkt werden. Verwenden Sie beim Kochen auch nur so viel Wasser wie nötig. Selbst Nudeln müssen nicht in riesigen Töpfen schwimmen. Diese Küchenweisheit ist überholt.
Der Verbrauch ununterbrochen laufender Kühl- und Gefrierschränke kann bis zu einem Viertel des gesamten Stromverbrauchs ausmachen. Der Einsatz eines neuen, modernen Gerätes mit hoher Energieeffizienzklasse kann für eine drastische Senkung des Verbrauchs sorgen. Schon nach wenigen Jahren hat sich die Anschaffung rentiert. Wenn Ihr altes Kühlgerät meist zur Hälfte belegt war, überlegen Sie sich auch einmal, ob das neue Gerät wirklich wieder so groß sein muss … Arbeitserleichternd und günstig ist ein Kühlgerät mit Abtau-Automatik. Denn auch Vereisung führt zu hohen Kosten. “Wichtig ist auch”, verrät uns Carsten Peters von Verbraucherzentrale NRW”, dass die Kühlschrankdichtungen intakt sind. Ansonsten kann zu viel kalte Luft einweichen.” Dichtungen lassen sich leicht und relativ günstig erneuern.
Überhaupt muss ein Kühlschrank nicht unbedingt auf höchster Stufe eingestellt sein. Sieben Grad Celsius reichen für den Kühlschrank aus, für den Gefrierschrank sollten es minus 18 Grad sein. Und die Kühlschranktür möglichst schnell wieder schließen, damit die Kälte nicht entweicht.
Ein anderer Stromfresser sind Waschmaschine und Trockner. Aber auch hier lassen sich die Kosten begrenzen. Schon durch den Verzicht auf die Vorwäsche, denn die ist schlicht und einfach überflüssig. Carsten Peters weiß auch, dass “Textilien wie Shirts, Hemden und Unterhemden nicht unbedingt auf 60 Grad gewaschen werden müssen. 30, 40 Grad reichen meist völlig aus.” Auf den Einsatz eines Trockners sollte verzichtet werden, wenn man seine Wäsche auch auf einem Ständer oder einer Wäscheleine trocknen kann. Außerdem riecht die Wäsche wesentlich frischer, wenn sie im Wind und an der Sonne trocknen konnte. “Auch sollte man”, rät Carsten Peters, “sollte man unbedingt auf eine volle Beladung der Maschine achten. Vor dem Trocknen auch gut durchschleudern.” Und weiter empfiehlt der Experte der Verbraucherzentrale: “Die meisten Energie bei Spül- und Waschmaschinen erfordert das Erwärmen des Wassers. Eco-Programme verbrauchen weniger Energie, weil sie das Wasser nicht so stark erwärmen, dafür aber mehr Zeit zum Einwirken lassen. So werden Wäsche und Geschirr trotzdem hygienisch sauber.”
Für das Erwärmen des Wassers benötigen besonders alte Heizungspumpen viel Strom. Auch da sollte man sich vielleicht doch die Anschaffung eines Gerätes mit hoher Energieeffizienzklasse überlegen.